
Kronen Zeitung
DEN EIGENEN KAPITÄN
Warum Dortmund-Fans Schlotterbeck auspfiffen
(Teile der) Dortmund-Fans waren unüberhörbar sauer. Auf den eigenen Kapitän. Obwohl der unter der Woche erst den Vertrag beim BVB verlängert hatte. Etwas nahmen die schwarz-gelben Supporter Nico Schlotterbeck aber offenbar doch übel. Und brachten es vor dem Leverkusen-Spiel lautstark zum Ausdruck.
Der Anpfiff rückt näher. Zeit für die Mannschaftsaufstellung. Ein emotionales Highlight in jedem Stadion. Der Sprecher, diesfalls BVB-Legende Norbert Dickel, brüllt den jeweiligen Vornamen des Spielers ins Mikrofon, die Fan-Masse den dazugehörigen Nachnahmen in den Äther. Das war auch der Plan bei Dortmunds Heimspiel am Samstag in der deutschen Bundesliga gegen Bayer Leverkusen. Aber ausgerechnet, als Stadionsprecher Dickel den Kapitän ausruft, wird‘s auf eine ungewöhnliche Art laut. Pfiffe, (zig-)tausendfach, durchschneiden die Westfählische Atmosphäre. Ja, ein regelrechtes Pfeifkonzert wird daraus. Unangenehm. Dezent gespenstisch.
Der eigene Kapitän wird bei der Mannschaftsaufstellung ausgepfiffen? Wie das? Zumal Schlotterbeck unter der Woche erst seinen Vertrag beim BVB bis 2031 verlängert hat?
„Riesige“ Freude, aber Klausel
Vordergründig drängen sich zwei Interpretationsansätze auf: Zum einen nehmen Teil der Fans ihrem Capo wohl übel, dass er sich mit der Vertragsverlängerung recht lange Zeit gelassen hat. Schwerer dürfte aber – zweitens – ein anderes Faktum wiegen. Wiewohl „Schlotti“ im Rahmen der Verkündung erklärte, sich „riesig“ zu freuen und zu sehen, „was hier entstehen kann“ (siehe Video unten), ließ er sich dem Vernehmen nach eine Ausstiegsklausel in den neuen Kontrakt schreiben.
Und die soll theoretisch schon im Sommer greifen. Heißt: Zwar ist der Vertrag verlängert, der Spieler könnte im Sommer trotzdem schon fort sein. Womit wiederum die Sinnhaftigkeit des Vertrags infrage gestellt werden könnte. Und auch wird. Praktisch die gesamte Expertenschaft in Deutschlands Medienszene von Matthäus und Kahn abwärts hinterließ in den vergangenen Tagen einen einschlägigen Kommentar. Tenor: keine echte Liebeserklärung von Schlotterbeck. Mit dem neuen Papier hält sich – erst recht für den Fall einer für ihn gut verlaufenden WM – alle Möglichkeiten eines Transfers offen. Da könnte noch das eine oder andere Pfeifkonzert folgen.
Überhaupt war‘s kein besonders erbaulicher Tag für Schlotterbeck: Der BVB verlor daheim gegen Leverkusen mit 0:1.
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